09.05.2019 Die brandenburgische Enquete Kommission zur ländlichen Entwicklung ist am Ziel

Der langerwartete Abschlussbericht ist jetzt veröffentlicht.

Zwei Jahre war die Brandenburgische Enquete-Kommission eingesetzt, um sich mit der "Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ auseinanderzusetzen. Ungewöhnlich partizipativ, vor Ort in Dörfern und Kleinstädten - auch in der Lausitz - mit einer Vielzahl von Experten und Expertinnen hat sie jetzt ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Über 200 Seiten für einen Bericht sind eine lange Lektüre. Wir möchten allen Interessierten empfehlen, zumindest die 10-seitige Zusammenfassung zu lesen. Denn dort finden sich viele gute und ausgereifte Ideen zum Planungsrecht, regionaler Wertschöpfung, Infrastrukturentwicklung u.v.m., die sehr gut auf die positive Entwicklung der Lausitz im Strukturwandel anwendbar sind. Neben den Brandenburgern sind die Erkenntnisse auch für sächsische Lausitzer*innen interessant Hier gehts zu gesamten Bericht.. Wir finden, auch mit Blick auf die Lausitz, die wichtigesten Punkte im Bericht die Empfehlungen u.a. für Ortsteilbudgets, die Ausweitung der Rechte der Ortsbeiräte und Ortsvorsteher_innen, Veto-Rechte für Dörfer und die Schaffung eines „Parlaments der Dörfer“. Die Ergebnisse der Arbeit sollten in der kommenden Legislaturperioden umgesetzt werden, denn die Stärkung der ländlichen Räume ist ein zentraler Punkt, wenn zum Teil besorgniserregende Entwicklungen positiv gewendet werden sollen.

In der Presse:
In der MAZ
Im Tagesspiegel

Die Bündnisgrünen haben in Potsdam eine Abschlussveranstaltung organisiert, an der wir auch teilgenommen haben. Gut, dass die Arbeit der EK gewürdigt und die Ergebnisse diskutiert wurden. Mehr dazu hier.

Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren

  • 06.09.2020

    Gartenstadtbewegung neu beleben

    Vor über 100 Jahren wurde vor der dem Hintergrund der überbevölkerten Stadt und ihrer Auswüchse im britischen Parlament die Idee einer neuen Lebensform geboren: die Gartenstadt. Sie wollte naturnah, modern, gesund und damit die Alternative zur Großstadt sein. Die stinkigen, lauten, lebensbedrohlichen Großstädte sollten einem Netzwerk von kleinen Städten im Grünen weichen. Heute machen sich wieder mehr und mehr Menschen auf, in neue Wohn- und Lebensgemeinschaften auf das Land zu ziehen. Wird jetzt auch eine neue sozialreformerische Bewegung geboren? Eine interessanter Blogbeitrag zum Thema.