24.07.2017 1. Lausitzer Kamingespräch

Am 21. Juli 2017 fand das 1. Lausitzer Kamingespräch mit Gastreferent Nils Schnorrenberger in Forst statt.

Um die Probleme des Strukturwandels des anstehenden Kohleausstiegs in der Lausitz besser bewältigen zu können, lohnt ein Blick über den eigenen Tellerrand. Beim 1. Lausitzer Kamingespräch im Kompetenzzentrum in Forst war Nils Schnorrenberger, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung aus Bremerhaven, zu Gast. In seinem Vortrag zeigte anschaulich wie die Stadt Bremerhaven mit ihren Strukturbrüchen umgegangen ist.

Bremerhaven ist eine Stadt die drei einschneidende Veränderungen bewältigen musste: den Untergang der Fischerei- und Werftindustrie und den Weggang der US Streitkräfte. Nils Schnorrenberger, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremverhaven BIS, hatte wesentlichen Anteil daran Bremerhaven aus dem wirtschaftlichen Niedergang mit bis zu 25% Arbeitslosen hin zu einem Hauptstandort u.a. der Offshore-Windenergie zu entwickeln. Die Wirtschaftsförderung wurde für ihre Arbeit vom Land mit besonderen Befugnissen und Ressourcen ausgestattet. Damit kann sie flexibel und sehr selbstständig auf die Erwartungen und Anforderungen der Wirtschaftspartner reagieren.

Dabei setzt sie vor allem auf eine Vernetzung lokaler Unternehmen mit der Politik und Forschungseinrichtungen. Bildung und Tourismus sind wichtige Motoren und spielen neben der maritimen wirtschaftlichen Ausrichtung und der Energieerzeugung eine wichtige Rolle. Neuer ist die gezielte engere Vernetzung von Kreativwirtschaft mit anderen Teilen der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Mehr über die BIS lesen Sie hier http://www.bis-bremerhaven.de

In der Diskussion mit den 26 Gästen betonte Herr Schnorrenberger, dass sog. weiche Faktoren wie Bildung und Kultur immer wichtiger werden und hoch auf der Agenda von potentiellen Investoren stehen. Investitionen in diesen Bereichen sind deshalb mindestens so wichtig wie die finanziellen Subventionen durch Förderprogramme. Auch hat sich Bremerhaven dazu entschieden, den Ausbau der Tourismusinfrastruktur zu begrenzen und sich stärker darauf zu konzentrieren, die Qualität und Auslastung des vorhandenen Angebots weiter zu entwickeln.

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